Merken An einem verregneten Sonntagabend wollte ich eigentlich nur einen einfachen Nachtisch machen, aber dann entdeckte ich das kleine Päckchen Hojicha-Pulver in meinem Vorratsschrank. Das experimentelle Mixen von geröstetem Grüntee mit Schokolade war ein spontaner Einfall, der so gut funktionieren sollte, dass meine Familie am nächsten Tag nach mehr fragte. Die nussige, leicht rauchige Note verleiht der weichen Schokolade eine Tiefe, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte.
Als ich dieses Fudge das erste Mal zu einem Abendessen mit Freunden servierte, blieb das Gespräch plötzlich stehen. Jeder wollte wissen, was diesen geheimnisvollen, nussigen Unterton ausmachte, und am Ende habe ich das Rezept dreimal abschreiben müssen.
Zutaten
- 200 g dunkle Schokolade (60–70% Kakao), gehackt: Die hohe Kakaoquote balanciert die Süße perfekt und gibt dem Fudge Struktur
- 100 g Milchschokolade, gehackt: Macht das Fudge weicher und cremiger, ohne zu dominant zu werden
- 100 g ungesalzene Butter, in Stücken: Raumtemperatur ist hier wichtig, damit alles gleichmäßig schmilzt
- 1 Dose (397 g) süße Kondensmilch: Das Geheimnis der perfekten weichen Konsistenz
- 2 EL Hojicha-Pulver (geröstetes Grünteepulver): Nicht durch Matcha ersetzen, das würde das ganze Geschmacksprofil verändern
- 1 TL Vanilleextrakt: Rundet die Aromen sanft ab
- Prise Salz: Eine Prise Salz hebt die Schokolade und hebt das Hojicha-Aroma hervor
Anleitung
- Die Form vorbereiten:
- Ein 20 x 20 cm Backblech mit Backpapier auslegen, dabei an zwei Seiten genug überstehen lassen, damit das Fudge sich später leicht herausheben lässt
- Die Schokoladenbasis schmelzen:
- In einer hitzebeständigen Schüssel dunkle Schokolade, Milchschokolade und Butter vereinen und über einem Topf mit simmerendem Wasser sanft schmelzen
- Die Aromen einarbeiten:
- Vom Herd nehmen, süße Kondensmilch, Hojicha-Pulver, Vanilleextrakt und Salz hinzufügen und gründlich rühren, bis das Pulver vollständig aufgelöst ist und die Mischung schön glänzt
- Abkühlen und fest werden lassen:
- Das Fudge in die vorbereitete Form gießen, die Oberfläche mit einem Spatel glätten und für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen
- Schneiden und servieren:
- Das Fudge mithilfe des überstehenden Papiers aus der Form heben und mit einem scharfen Messer in 16 gleichmäßige Quadrate schneiden
Merken Mittlerweile ist dieses Rezept zu meiner persönlichen Geheimwaffe für Geschenke geworden, verpackt in hübschen Döschen mit einem handgeschriebenen Etikett. Jeder Empfänger hat bisher nachgefragt, ob ich das wirklich selbst gemacht habe.
Das perfekte Wasserbad
Der wichtigste Schritt ist das sanfte Schmelzen der Schokolade, da zu viel Hitze das Fudge körnig machen kann. Ich habe gelernt, den Wasserbad-Topf nur auf kleiner Flamme zu halten und die Schüssel zu entfernen, sobald die Hälfte der Schokolade geschmolzen ist. Weiter rühren, bis die Restwärme alles geschmolzen hat, das gibt dir die Kontrolle, die du brauchst.
Das Hojicha-Pulver finden
Authentisches Hojicha-Pulver ist nicht in jedem Supermarkt zu finden, aber japanische Feinkostläden oder spezialisierte Teeläden führen es oft. Lass dich nicht davon entmutigen, wenn du es am ersten Ort nicht findest, die Suche lohnt sich für diesen einzigartigen Geschmack.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich das Fudge problemlos eine Woche, wenn es luftdicht verpackt ist. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es bei Raumtemperatur noch weicher und schmackhafter wird, besonders wenn es eine Stunde vor dem Servieren herausgenommen wird.
- Ein nussiger Crunch durch 50 g geröstete Walnüsse oder Mandeln macht das Fudge noch interessanter
- Versuche das Fudge mit Zartbitterschokolade zu bestäuben, wenn du es servierst
- Ein weiterer Tipp: Das Fudge vor dem Schneiden kurz einfrieren, wenn du sehr saubere Kanten möchtest
Merken Dieses Hojicha-Fudge hat sich zu einem meiner Lieblingsdesserts entwickelt, einfach weil es so unkompliziert ist und dennoch so beeindruckend schmeckt.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Wo kann ich Hojicha Pulver kaufen?
Hojicha Pulver ist in spezialisierten asiatischen Lebensmittelläden, gut sortierten Teehändlern oder online erhältlich. Achten Sie auf hochwertiges Pulver aus geröstetem japanischem Grüntee.
- → Kann ich Matcha statt Hojicha verwenden?
Nein, Matcha hat ein anderes Geschmacksprofil. Hojicha ist geröstet und nussig, während Matcha frisch und grasig schmeckt. Für dieses Ergebnis ist Hojicha unverzichtbar.
- → Wie lange hält sich der Fudge?
In einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bleibt der Fudge bis zu einer Woche frisch. Bei Zimmertemperatur sollte er innerhalb von 2-3 Tagen verzehrt werden.
- → Kann ich den Fudge einfrieren?
Ja, portionsweise eingewickelt hält sich der Fudge im Gefrierfach bis zu 3 Monate. Vor dem Servieren über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
- → Welche Schokolade eignet sich am besten?
Eine Kombination aus 60-70% dunkler Schokolade und Milchschokolade ergibt den perfekten Balance zwischen Intensität und Süße. Hochwertige Kuvertüre liefert die besten Ergebnisse.
- → Warum muss die Masse so lange kühlen?
Die zwei Stunden Kühlzeit sind notwendig, damit sich die Struktur vollständig setzt und der Fudge die richtige feste Konsistenz zum Schneiden erreicht.